stille Entzündungen – Ursache vieler Krankenheiten

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Entzündungen - Ursache vieler Krankheiten

Einleitung

So unterschiedlich viele Krankheiten sind, sie alle haben einen gemeinsamen Ursprung: unterschwellige Entzündungsreaktionen. Zweifelsfrei steht fest: Die richtige Ernährung ist für unsere körperliche Verfassung von elementarer Bedeutung. Es gibt eine Reihe von Lebensstilfaktoren und Lebensmittel, die stille Entzündungen aufrechterhalten, verschlimmern oder auslösen können.

Mit der richtigen Ernährung kannst Du Entzündungen wirksam bekämpfen und Krankheiten so effektiv vorbeugen. Beim Konzept der antientzündlichen Ernährung spielt die bevorzugte Aufnahme von bestimmten ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien eine herausstechende Rolle. Ernährung bietet jedem die Chance, etwas gegen seine Krankheit zu unternehmen und dem Heilungsverlauf eine positive Richtung zu geben.

Entzündung
Allgemein formuliert ist eine Entzündung (lateinisch: inflammatio) die Antwort des Immunsystems auf einen Reiz von außen. Eine Entzündung ist somit Teil eines Heilungsprozesses und keine Schädigung des Körpers. Entzündungen sind so etwas wie eine Art Frühwarnsystem – die erste Verteidigungslinie. Sprachlich erkennt man sie an der Endung -itis. Die medizinischen Bezeichnungen für eine Entzündung setzt sich in der Regel aus dem Namen des Körperteils und der Endung -itis zusammen, z. B. Dermatitis bei der Haut oder Appendizitis beim Wurmfortsatz des Blinddarms. Ziel einer Entzündung ist die Beseitigung des Auslösers, Abtransport von Schadstoffen sowie die Bildung von Ersatzgewebe im Zuge der Gesundung.

Ursachen von Entzündungen
Entzündungen haben viele Ursachen. Sie werden durch Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder Allergene ausgelöst, können auch physikalisch, durch Einwirkung radioaktiver Strahlung oder Umweltgifte begründet sein, die das Immunsystem überfordern. Mit der Reaktion darauf versucht der Körper eine Reparation einzuleiten.

Anzeichen von Entzündungen
Entzündungen zeigen sich in fünf verschiedenen Ausprägungen: als Schmerz, Schwellung, Hitze, Rötung oder in Form einer gestörten Funktion. So sehen wir bei einem Insektenstich alle fünf Zeichen zeitgleich – bei einer Augenentzündung dagegen nur die Rötung und das Austreten von Tränenflüssigkeit. Je nachdem ob der ganze Körper oder nur ein Teil betroffen ist, spricht man von einer systemischen Entzündung oder einer lokalen.

Chronische Entzündungen
Chronische Entzündungen stellen eine langfristige Reaktion auf Entzündungsreize dar, die meist von einer Gewebeverletzung aufgrund der anhaltenden Entzündungsreaktion begleitet wird. Im Gegensatz zu akuten Entzündungsreaktionen kann eine chronische Entzündung bei einigen chronisch entzündlichen Erkrankungen Wochen, Monate oder sogar ein Leben lang andauern.

Viele chronisch entzündliche Erkrankungen beginnen als minderwertige, langwierige Reaktionen auf Krankheitserreger, die von außen und innen wirken können. Chronische Entzündungen spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und dem Fortschreiten vieler chronischer Krankheiten z.b. Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen wie Atherosklerose, Fettleibigkeit, Fibrose oder Krebs.

Die Hauptursache für chronische Entzündungen sind Infektionen, in erster Linie Virusinfekte. Daneben beeinträchtigen aber auch Stress, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung auf Dauer die Immuntoleranz.

Stille Entzündungen
Sie nehmen den Weg ohne Schwellung, Verletzung, Schmerzen oder Blutungen. Gemeint sind stille Entzündungen, die eine lange Zeit völlig symptomlos verlaufen können und bei Standard Blutuntersuchungen nicht auffallen. Erst nach einer sehr langen Zeit werden unspezifische Symptome wie Schlappheit, Appetitlosigkeit oder leichte Krankheitsgefühle bemerkt.

Die Qualität unsere Ernährung ist das Gegengewicht, um chronischen Entzündungen aufzuhalten. Weißmehlprodukte, Fleisch und zuckerreiche Nahrungsmittel sind Triebfeder niederschwelliger Entzündungen. Im Ergebnis ein aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem in permanenter Alarmbereitschaft. Schon längere Zeit wird aktives Bauchfett für die Verbreitung von entzündlichen Botenstoffen verantwortlich gemacht. Um diese Entzündungen in den Griff zu bekommen, setzt unser Immunsystem aggressive Radikale ein. Dabei geraten gesunde Blutgefäße ins Fadenkreuz der Abwehr. Diese Art von Entzündungen können ersten Anzeichen nach im Gehirn auftreten und scheinen mitverantwortlich für z. B. Depressionen. Wer schlank und sportlich ist, kann von stillen Entzündungen ebenfalls betroffen sein. Umweltgifte, Pestizide, Konservierungsstoffe, Hormone im Grundwasser und Geschmacksverstärker schaden unserem Darm zusätzlich und schwächen körpereigene Abwehrkräfte.

Können Entzündungen gemessen werden?
Blutsenkungsgeschwindigkeit
Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist ein Test, der gemeinsam mit einem Bluttest durchgeführt werden kann. Eine kleine Menge Blut wird in einem sehr feinen Röhrchen (Kapillarröhrchen) angesaugt, das dann drei Stunden lang aufrecht stehen bleibt. Die roten Blutkörperchen steigen langsam im Röhrchen nach unten. Blutbestandteile und Serum separieren sich. Die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, wird gemessen und in mm pro Stunde ausgedrückt. Sinken die roten Blutkörperchen schneller als normal ab, spricht man von einer erhöhten Sedimentationsrate. Dies tritt auf, wenn die Menge an Proteinen im Blut aufgrund einer Krankheit zugenommen hat.

C-reaktives Protein
Die Abkürzung CRP steht für C-reaktives Protein. Das Eiweiß gehört zu den so genannten Akute-Phase-Proteinen des Immunsystems. Es wird in der Leber hergestellt und wenige Stunden nach der Entzündung im Blutkreislauf verteil. Das Eiweiß CRP ist bei Entzündungen im Körper vermehrt im Blut nachweisbar. Es ist Teil des Immunsystems und hilft dabei, abgestorbene Immunabwehrzellen und körperfremde Substanzen aus dem entzündeten Gewebe zu entfernen. Die Konzentration des CRP im Blut kann auch Hinweise auf die Art und den Verlauf der Entzündung geben.

Fibrinogen
Fibrinogen ist ein Protein, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt und Hauptfaktor im Plasma-Gerinnungssystems ist. Der Wert wird vor Operationen, Geburten, Lebererkrankungen, Thrombose- oder Blutungsneigung bestimmt. Diese Methoden dienen einem groben Anhalt. Es ist tatsächlich möglich Erfolge in der Entzündungsbekämpfung nachzuweisen.

2 Kommentare

    • Danke, das stimmt. Insgesamt gibt es eine Reihe von Informationen, die aber nicht immer klar und eindeutig sind. Auch spannend im Zusammenhang mit unserer Darmgesundheit.

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