Transfette und Fleischkonsum

bild | alireza nikzad | unsplash

Transfette und Fleischkonsum

Natürliche unverarbeitete Lebensmittel enthalten zwei Typen von Fettsäuren – gesättigte und ungesättigte. Gesättigte Fettsäuren, die aus tierischen Fetten (Fleisch, Schmalz oder Milchprodukten) und tropischen Ölen wie Kokos – oder Palmöl stammen, können den LDL-Cholesterinspiegel (das schlechte Cholesterin) im Blut erhöhen. Ungesättigte Fettsäuren erhöhen im Allgemeinen den Cholesterinspiegel nicht oder senken ihn.

Transfette sind die dritte Form von Fettsäuren. Sie sind ungesättigte Fettsäuren, die künstlich industriell gehärtet werden und die unser Körper nicht verarbeiten kann. Dies geschieht z. B., um pflanzliche Öle streichfähig zu machen. Während Transfette in einigen wenigen Lebensmitteln in winzigen Mengen vorkommen (insbesondere in Milchprodukte und in Fleisch von Kühen und Schafen), stammen fast alle Transfette, die derzeit in unserer Ernährung enthalten sind, aus einem industriellen Prozess, bei dem ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenöl Wasserstoff hinzugefügt wird.

Aber auch bei mehrfachem starken Erhitzen und Braten von ungesättigten Fettsäuren z. B. in Fritteusen können diese entstehen. Dabei werden die molekularen Strukturen verändert. Der Vorteil von Transfetten für die Lebensmittelindustrie besteht darin, dass billige Pflanzenöle verfestigt und stabilisiert werden können. Da sie in fester Form anstelle flüssiger vorliegen, können Transfette als Ersatz für gesättigte Fette in Lebensmitteln verwendet werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.

Einfluss auf die Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation will diese Fette verbieten, da sie eine Rolle bei der Entstehung von Herzinfarkten und Schlaganfällen spielen. In Amerika ist dies bereits geschehen. Transfette sorgen für einen erhöhten Anteil an LDL Cholesterin im Blut. Low Density Lipoprotein (LDL) transportiert Fett von der Leber in Körperzellen. Ist der Bedarf an Cholesterin gedeckt, verbleibt restliches Cholesterin im Blut, was zu einem steigenden Cholesterinspiegel führt.

Zu viel Cholesterin im Blut ist gefährlich. Es können sich Kristalle bilden, die sich an Wänden der Arterien ablagern. Die körpereigene Abwehr reagiert auf den scharfkantigen Belag mit Entzündungen in der Gefäßwand. Daraufhin entstehen atherosklerotische Plaques, die Blutgefäße verengen.

Fleischkonsum
Die entzündungshemmende Wirkung pflanzlicher Ernährung ist mehr als nur die Kraft von Pflanzen. Es ist die Vermeidung von tierischen Produkten. Eine einzige Mahlzeit aus Fleisch, Milchprodukten und Eiern löst innerhalb von Stunden nach dem Verzehr eine Entzündungsreaktion im Körper aus. Eine ganze Reihe von Krankheitsbildern darunter Arthrose, Diabetes, Rheuma und Darmkrebs sind die Folge von zu hohem Fleischkonsum.

Der Grund: Das Darmmilieu und mit ihm das Mikrobiom wird in Mitleidenschaft gezogen. Potenziell aggressive Bakterien sind auf dem Vormarsch und leisten langfristig Entzündungen und Darmkrebs Vorschub. Bereits 2015 hat die Weltgesundheitsorganisation Konsequenzen gezogen. Rotes und verarbeitetes Fleisch gilt seit diesem Zeitpunkt als sicher krebserregend. Eine ähnliche Gefährdungsstufe wird nur noch Nikotin zugeordnet.

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