Exkurs Ballaststoffe

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Balaststoffe - wesentlich für eine gesunde Ernährung

Warum ballaststoffreiche Ernährung?
Ballaststoffe regen die Verdauung an und beugen verschiedenen Krankheiten vor. Studien haben ergeben, dass ein Mangel an Ballaststoffen Risikofaktor für Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und andere Beschwerden ist.

Mit einer ballaststoffreichen Ernährung kannst Du ausgezeichnet abnehmen. Denn Ballaststoffe haben die Eigenschaft, dass sie sich im Darm aufblähen. Das suggeriert unseremKörper, dass wir satt sind, und fördert das Sättigungsgefühl.

Was sind Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind pflanzliche Faser- und Quellstoffe und weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten sowie in geringen Mengen in Milch. Der Einfachheit halber teilt man die Ballaststoffe in wasserlösliche (wie Johannisbrotkernmehl, Guar, Pektin und Dextrine)
und wasserunlösliche (zum Beispiel Cellulose) ein. Ballaststoffe gelten, ganz anders als die Bezeichnung vermuten lässt, als wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung.Ihr Brennwert liegt bei 8 kJ/g.

Wirkung von Ballaststoffe
Wasserunlösliche Ballaststoffe (wie Cellulose, Lignin) sind Quellmaterial und sorgen für „Masse“. In Kombination mit ausreichend Flüssigkeit quellen sie im Magen auf und machen dadurch satt. Zudem beschleunigen sie die Darmpassage. Sie „putzen“ den Darm wie ein Schwamm. Wasserlösliche Ballaststoffe (beispielsweise Pektin, Inulin, Oligofruktose und andere Präbiotika) sind „Bakterienfutter“. Sie ernähren unsere Darmflora. Diese Mikroorganismen sind lebenswichtig. Sie helfen uns bei der Nahrungsverwertung und produzieren gesunde kurzkettige Fettsäuren. Wasserlösliche Ballaststoffe wirken positiv auf:

• Den Zuckerstoffwechsel.
• Den Fettstoffwechsel.
• Die Regulation der Immunabwehr.
• Das Nervensystem.

Besonders gut für Diabetiker sind Beta-Glukane, lösliche Ballaststoffe in Hafer und Gerste: Sie können Blutzuckerspitzen abfangen und wirken der Insulinresistenz entgegen.

Wie viel Gramm Ballaststoffe braucht der Körper?
Du solltest täglich zwischen 30 und 40 g Ballaststoffe verzehren. 15 – 20 g sollten aus Getreide und Getreideprodukte stammen, der Rest in Form von Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte.

Was ist bei Ballaststoffen zu beachten?
Ballaststoffe quellen im Darm auf. Das heißt, das Darmvolumen nimmt deutlich zu. Um quellen zu können und die Darmtätigkeit anzuregen, braucht Dein Darm Flüssigkeit. Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 4 % des Körpergewichtes.

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