Fermentierte Lebensmittel – Darmgesundheit unterstützen

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Fermentierte Lebensmittel - Darmgesundheit unterstützen

Fermentierte Lebensmittel
Jogurt, Käse, Kefir, Wein, Bier und Sauerkraut haben alle eines gemeinsam: Sie wurden durch Fermentation haltbar gemacht. Seit Jahrtausenden angewandt. Gesunde Nährstoffe und lange Haltbarkeit – das verspricht das Fermentieren von Lebensmitteln. Getränke, Gemüse und Co. werden in Einmachgläser gepackt und in einer Salzlake sich selbst überlassen. Dabei entwickeln sie wertvolle probiotische Stoffe, Milchsäurebakterien, der pH-Wert ändert sich und sie werden haltbar. Fermente sind frei von Konservierungs- und Zusatzstoffen, gesund und schmackhaft. Diese Art Lebensmittel enthalten natürliche Enzyme, schaffen durch den Verzehr von Milchsäurebakterien ein positives Milieu im Darm und sorgen so für eine Stärkung unseres Immunsystems. Da 70 % bis 80 % des Immunsystems im Darm liegen, ist das richtige Gleichgewicht der Darmflora, wie du bereits verfahren hast, wichtig. Ein hoher Vitamingehalt und sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ, immunstimulierend und gerinnungshemmend. Damit können sie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv entgegenwirken. Ein weiterer Effekt: Der regelmäßige Verzehr von fermentiertem Essen kann Heißhunger vorbeugen, da weniger schädliche Mikroorganismen im Darm vorhanden sind. Dies ist wiederum wichtig, damit der Stoffwechsel reibungslos abläuft und alle für den Körper wichtigen Nährstoffe aufgenommen werden können.

Im späten 19. Jahrhundert wurde erkannt, dass sich Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt gesunder Menschen von denen unterschieden, die krank waren. Diese nützliche Flora wurden Probiotika genannt, was wörtlich „für das Leben“ bedeutet. Probiotika sind Mikroorganismen, die nachweislich gesundheitsfördernde Einflüsse ausüben.

Fermentation hilft, neue Nährstoffe wie B-Vitamine, Folsäure, Riboflavin, Niacin, Thiamin und Biotin zu bilden, und es wurde gezeigt, dass sie die Verfügbarkeit, Verdaulichkeit und Menge einiger Nährstoffe verbessert.

Übersicht fermentierter Lebensmittel
Sauerkraut
Sauerkraut ist keine eigene Pflanzen- oder Kohlgattung, sondern bezeichnet durch Milchsäuregärung haltbar gemachten Kohl. Die gängigen Kohlarten hierfür sind Weißkohl und Spitzkohl. Um Kohl in Sauerkraut zu verwandeln, braucht es nur etwas Salz und Zeit. Den Rest erledigen die sich bildenden Milchsäurebakterien von selbst. Die Bedeutung von Sauerkraut für die Ernährung wuchs insbesondere in Mittel- und Osteuropa in Gegenden mit langen, kalten Wintern. Die Menschen erkannten, dass Sauerkraut durch seine Haltbarkeit sowie den hohen Vitamingehalt optimal dazu geeignet war, sie während des Winters vor Mangelerscheinungen zu schützen. Gleichzeitig konnte es relativ leicht und ohne großen Aufwand selbst hergestellt und eingelagert werden.

Jogurt
Jogurt stammt ursprünglich aus dem Balkan. Dort wurde er nicht aus Kuhmilch, sondern aus Ziegen-, Schafs- und Büffelmilch hergestellt. Jogurt hat einen feinen zart säuerlichen Geschmack, den er durch spezielle Milchsäurebakterien erhält. Das Besondere an diesen Milchsäurebakterien ist ihre Eigenschaft, nur einen Teil der Milch gerinnen zuzulassen. Das Eiweiß Molke bleibt gelöst und wird von den festen Stoffen der Milch umschlossen. Dies gibt dem Jogurt seinen typischen, frischen Geschmack.

Kimchi
Kimchi ist eine Wohltat für unsere Darmflora. In ihr leben zahlreiche Mikroorganismen. Der koreanische, eingelegte Kohl stärkt die guten Bakterien und regt die Verdauung an. Die Grundzutat ist in den meisten Rezepten Chinakohl, manchmal Rettich. Die weiteren Zutaten können variieren. Dazu zählen Pilze, Lauch, Sojasprossen, Gurke, Ingwer, Shrimps, Knoblauch oder Chili.

Endprodukt ist ein Lebensmittel, das neben seinen probiotischen Bakterien Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe vorweisen kann. Nicht ohne Grund gehört Kimchi zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt.

Kombucha
Kombucha ist fermentierter Tee. Die Art der Fermentation macht ihn so besonders. Grüntee, Schwarztee oder Kräutertee (oder Ginseng) werden spezielle Bakterienstämme, Hefepilze genauer gesagt der Kombuchapilz zugesetzt, die in Kombination mit etwas Zucker anfangen zu gären. Die so entstehenden bioaktiven Substanzen verleihen dem Kombucha seine gesundheitsfördernde Wirkung. Während dem Fermentieren bildet sich an der Oberfläche der Ansatzflüssigkeit ein gallertartiger, je nach Teesorte in seiner Farbe variierender „Teepilz“ Hefen oder Scoby genannt. Die bei der Fermentation entstehende Essigsäure und die enthaltenen Polyphenole verleihen Kombucha eine antibakterielle Wirkung. Kombucha ist gesund, da eine Vielzahl von sekundären Pflanzenstoffen antioxidativ im Körper wirkt. Antioxidantien bauen freie Radikale ab, verhindern Zellschäden und können vermutlich sogar die Lebertoxizität positiv beeinflussen.

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