Curcumin

bild | liliana-olivares | unsplash

Curcumin

Das Gewürz wird aus der Wurzel der mehrjährigen „Curcuma longa“ Pflanze gewonnen. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Indien und erfordert warmes, tropisches Klima und viel Regen, um wachsen zu können. Sie hat eine zähe braune Haut und ein sehr reiches orangen-farbiges Fruchtfleisch.

Kurkuma ist auf der ganzen Welt unter verschiedenen Namen bekannt. Möglicherweise stammt das Wort vom arabischen Namen „al-krukum“ ab, was soviel wie Safran bedeutet und auf die Farbe der Pflanze hinweist. In Indien ist das Gewürz unter verschiedenen Namen bekannt, wie Manjal, Pasupu, Haladi oder Haldi. Das Gewürz ist seit Jahrtausenden in Asien in Gebrauch. Nach Europa kam es im 13. Jahrhundert über die Seidenstraße.

Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Pflanze auch auf Jamaika und in anderen tropischen Orten. Bevor das Gewürz für Lebensmittel verwendet wurde, war es als natürlicher Farbstoff für Haut und Kleidung sowie als Arzneimittel bekannt. Viele halten Kurkuma für ein Super-Gewürz, weil es reich an Antioxidantien ist und starke entzündungshemmende Eigenschaften aufweist.

Das Gewürz ist herausragender Bestandteil von Curry-Mischungen. In der ayurvedischen Ernährung und Medizin spielt die Kurkuma-Pflanze eine bedeutende Rolle. Der Wurzelstock, auch Rhizom genannt, wird als pflanzliche Arznei verwendet. Er enthält Curcuminoide, die der Knolle ihre gelbliche Farbe verleihen. Hauptsächlich kommt dabei Curcumin vor. Daneben findet sich ätherisches Öl, das unter anderem aus alpha-Turmeron und Zingiberen besteht.

Kleinere Studien deuten an, dass Kurkumaextrakt in hoher Dosierung den Verlauf und das Auftreten von Schüben bei Colitis Ulcerosa günstig beeinflussen könnte. Kurkuma dient der Behandlung von zahlreichen Verdauungsstörungen – u. a. Entzündungen des Magen-Darmtrakts und Beschwerden, die häufig mit Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Übelkeit einhergehen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schreibt dem Gewürz entzündungshemmende Wirkung zu und empfiehlt als Tagesdosis zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden 3 g der Wurzel. Nachweisbar ist die positive Wirkung von Curcumin mit Blick auf die Entzündungswerte, die bei Versuchen merklich zurückgegangen sind. Auch endoskopische Untersuchungen konnten zeigen, dass sich Entzündungsherde im Darm zurückbildeten. Auf Darmtumore wirkt sich Curcumin wachstumshemmend aus. Es verhindert das Übergreifen auf weitere Organe und die Verbreitung der Tumorzellen über das Lymphsystem.

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